Gemeinde Eggstedt

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Neujahrsempfang / Ehrenamtstag

Ehrenamtstag / Neujahrsempfang der Gemeinde Eggstedt

Bürgermeister Stefan Kiehl konnte zum Ehrenamtstag beziehungsweise Neujahrsempfang der Gemeinde Eggstedt rund 100 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler begrüßen. Die Veranstaltung fand bereits zum zweiten Mal statt und zeigte eindrucksvoll, wie stark das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde verankert ist.

Gemeinsam mit Unterstützung der Bürgerstiftung hatte die Gemeinde alle ehrenamtlich Tätigen zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Veranstaltungsort war der Landgasthof „Zur Eiche“ in Schafstedt, der dafür den passenden Rahmen bot.

Stefan Kiehl machte gleich zu Beginn deutlich, dass er keine bierernste Rede halten wollte. Stattdessen griff er zu einem augenzwinkernden Gedicht, das häufig Joachim Ringelnatz zugeschrieben wird und das Ehrenamt auf satirische Weise beleuchtet:

Willst Du froh und glücklich leben,
lass kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab,
lehne jedes Amt gleich ab!

Ohne Amt lebst Du so friedlich
und so ruhig und so gemütlich,
Du sparst Kraft und Geld und Zeit,
wirst geachtet weit und breit.

Wieviel Mühen, Sorgen, Plagen,
wieviel Ärger musst Du tragen;
gibst viel Geld aus, opferst Zeit –
und der Lohn? Undankbarkeit!

Selbst Dein Ruf geht Dir verloren,
wirst beschmutzt vor Tür und Toren,
und es macht ihn oberfaul
jedes ungewaschne Maul!

So ein Amt bringt niemals Ehre,
denn der Klatschsucht scharfe Schere
schneidet boshaft Dir, schnipp-schnapp,
Deine Ehre vielfach ab.

Drum, so rat ich Dir im Treuen:
willst Du Weib und Kind erfreuen,
soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen,
lass das Amt doch and’ren Dummen.

Mit diesem Gedicht traf Stefan Kiehl bei vielen Anwesenden einen Nerv – denn manches davon ließ sich durchaus aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Gleichzeitig stellte er aber klar: Für die Gäste dieses Abends trifft es eben nicht zu, denn trotz aller Mühen und Herausforderungen engagieren sich alle Anwesenden freiwillig und mit Herzblut für ihr Dorf.

Im Anschluss folgte ein weiteres Gedicht mit einer positiven Darstellung des Ehrenamts, ebenfalls in humorvoller Form, was für spürbare Erheiterung im Saal sorgte.

Alle Ehrenamtlichen – dazu zählt auch die Gemeindevertretung – waren an diesem Abend Gäste der Gemeinde, als Dank für ihre geleistete Arbeit. Finanziert wurde die Veranstaltung durch die Bürgerstiftung.

In seiner Ansprache hob der Bürgermeister anschließend einige Personen besonders hervor. Ein besonderer Dank galt Gemeindearbeiter Dennis, dessen Einsatz weit über das Übliche hinausgeht. So hatte er zuletzt während des Schneefalls von frühmorgens bis in die späten Abendstunden die Straßen freigehalten – und das, obwohl er eigentlich Urlaub hatte.

Erwähnt wurden auch Ehrenamtliche, die keinem Verein angehören, sich aber dennoch in besonderer Weise eingebracht haben – etwa durch den erheblichen Zeitaufwand bei der Renovierung der Emma-Bude.

Nach dem Bürgermeister übernahm Eric vom Umwelt- und Kulturausschuss das Wort und informierte über Organisatorisches zum Abend. Mit einer kleinen Anekdote sorgte er ebenfalls für Schmunzeln: Beim Telefonat mit dem Landgasthof am Vorabend der Veranstaltung habe man dort kaum glauben können, dass über 100 Ehrenamtliche aus einem Dorf mit knapp über 700 Einwohnern zusammenkommen.

Eric sprach weitere Danksagungen an zahlreiche Personen aus, die sich ehrenamtlich engagieren – teils ganz unabhängig von Vereinsstrukturen.

Im Anschluss wurde das Essen serviert. Das Team des Landgasthofs „Zur Eiche“ überzeugte dabei auf ganzer Linie: stets aufmerksam, hervorragend organisiert und mit sehr leckerem Essen. Besser hätte der Abend kaum verlaufen können.

Danke an alle, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben – und vor allem an alle, die sich mit Zeit, Energie und Herzblut für die Gemeinde Eggstedt engagieren. 💚

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