Volkstrauertag

Am Volkstrauertag wurden auch in Eggstedt von den Vereinen wieder Kränze am Ehrenmal niedergelegt. Ein paar Zuschauer haben sich dazu auch eingefunden. Es waren aber recht wenige Interessierte vor Ort. Und einige Vereine hatten wohl auch Mühe überhaupt zwei Leute zu finden die den Kranz mit niedergelegt haben. Dabei dauert dieser Termin nicht sehr lange.

Walter hat nach der Kranniederlegung ein paar Worte zum Gedenken die Opfer gesprochen. Wie immer sehr passend. Ein paar Gedanken um die Opfer der Gewaltherrschaft sind nicht verkehrt. Und sollte auch Platz in der heutigen Zeit haben. Denn das hat nicht nur etwas mit den vergangenen Kriegen zu tun.

Walter bezog sich in seinen Worten auf die sehr passende Rede des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier:

 

  1. November 2019

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 17. November bei der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages das Totengedenken gesprochen.

Vor der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag nahm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Vertretern der Verfassungsorgane Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht an der Kranzniederlegung in der Neuen Wache in Berlin teil, der Zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Der Text des Totengedenkens lautet:

„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

Das Sprechen des Totengedenkens durch den Bundespräsidenten bei der zentralen Gedenkstunde des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. wurde von Bundespräsident Theodor Heuss 1952 eingeführt.

Am Volkstrauertag wird in Deutschland der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Er wurde in Deutschland 1919 eingeführt und wird seit 1952 zwei Wochen vor dem ersten Advent begangen. An diesem Tag wird in Deutschland halbmast geflaggt.